Pizzeria Anarchia akut räumungsbedroht!!!


Während bei uns gewerkelt und gebaut wird damit wir bald den Betrieb wieder aufnehmen können müssen sich unsere Freund_innen in der Pizzeria Anarchia in Wien darauf vorbereiten den Berieb einzustellen.

Die Pizzeria Anarchia ist ein besetztes Haus in Wien. Unser Haus! Seit
mehr als 2 Jahren haben wir unsere Hoffnungen und Träume in die Pizzeria
gesteckt. Hier haben wir gemeinsam gelebt, gestritten und geliebt. Wir
haben Diskussionen, Workshops, Volxküchen, Aktionen und Widerstand gegen
den unerträglichen Normalzustand organisiert. Seit bald 2 Jahren haben
wir keinen Vertrag und sehnen uns auch nicht danach. Dieser Zustand ist
natürlich unerhört, am 28.07 sollen wir deshalb geräumt werden. Das
nehmen wir nicht hin, sondern kämpfen für unser Haus, und rufen dazu
auf, uns dabei zu unterstützen.

Um Verwirrung zu vermeiden, möchten wir darauf hinweisen, dass die
Behörden bereits mehrmals den Räumungstermin verschoben haben. Wir gehen
davon aus, dass der 28.07 nicht mehr geändert wird. Aktuelle Infos auf
pizza.noblogs.org (mehr…)

Die KvU hat neue Räume!


Nach langer und zäher Suche ist es der KvU gelungen, neue Räumen im Innenstadtbereich zu bekommen. Mit einem Mietvertrag auf 5 Jahre ist ein neuer Platz im Gewerbegebiet Storkower Str. im Prenzlauer Berg gefunden, nahe dem Jobcenter PB. In 2 großen Werkhallen mit Nebenräumen kann die Arbeit fortgesetzt werden, welche die KvU seit 1992 in den Arkona-Höfen in Mitte geleistet hat, vielleicht sogar etwas erweitert. Die neue Adresse lautet:

KvU – Kirche von Unten
Storkower Str. 119
10407 Berlin

In der nächsten Zeit müssen die Räume ausgebaut werden, wobei noch nicht zu sagen ist, wie das personell und finanziell hinzubekommen ist. Es ist viel zu tun, Mithilfe ist gefragt! Nach und nach werden die verschiedenen Bereiche der Arbeit wieder aufgenommen. Die KvU ist damit noch nicht langfristig gesichert. Bei der derzeitigen Stadtpolitik ist es denkbar, dass auch dieses Gewerbegebiet künftig z.B. einer chicen Hotelanlage weichen muss.

Der Verein Mobile Bausubstanz, der seit Mai 2013 in den alten Räumen der KvU einen Teil der Arbeit fortgesetzt hat, wird diese Räume schweren Herzens zu Ende Februar verlassen. Er sieht sich nicht mehr in der Lage, weitere Finanzen aufzutreiben, um die Räume weiterhin dem kapitalistischen Immobilienmarkt und der Gentrifizierungspolitik des Landes Berlin zu entziehen, da er sich nur durch Spenden finanziert hat. Er bittet seine Mitglieder und Unterstützer_innen weiterhin gegen Verdrängung und für eine lebenswerte Stadt für alle aktiv zu bleiben und künftig die Arbeit der KvU in ihren neuen Räumen mitzugestalten.

Ausdrücklich gedankt werden soll allen, die in den letzten Jahren durch ihr Engagement und ihre Solidarität die Arbeit der KvU und der Mobilen Bausubstanz erst ermöglicht haben, trotz aller widrigen Umstände. Aber kein Dank gebührt denen, die nur schöne unverbindliche Worte über „die ach so wichtige Arbeit der KvU“ fanden und nicht bereit waren, diesen Worten Taten oder zumindest Haltungen folgen zu lassen.

KvU bleibt! Wir bleiben Alle!

PIZZA BLEIBT! PIZZA RESISTE!

Und nicht nur uns geht es an den Kragen. Heute erreichte uns folgende Nachricht von unseren Freund_innen aus der Pizzeria Anarchia in Wien:

PIZZA BLEIBT! PIZZA RESISTE!

Am 05. Februar läuft das Ultimatum für unseren freiwilligen Auszug ab. Wir werden nicht gehen! Deshalb findet ab 16h eine Demonstration statt. Treffpunkt ist die Pizzeria. Wir werden über Hintergründe aufklären und an Beispielen auf unserer Demoroute die Praktiken der Immofirmen, aber auch die Rolle der Stadtpolitik und der Gerichte beleuchten.

Wir beschränken uns nicht auf die Pizzeria, denn nicht nur wir sind betroffen von Spekulations- und Vertreibungspolitik. Deshalb verstehen wir diesen Ort vielmehr als eine Möglichkeit, das Eigentumsrecht in der Praxis auszuhebeln. Während Obdachlosigkeit immer stärker kriminalisiert wird, steigen Mieten kontinuierlich. Aus Alternativlosigkeit werden Menschen gezwungen Mieten zu zahlen. Betriebskosten decken Instandhaltung, der Rest ist Profit der Immofirmen und Hausbesitzer_innen. Wohnen ist ein Grundbedürfnis und darf keine Ware sein.

Sollte die Räumung durchgesetzt werden, wären die verblieben Mietparteien, wieder wie vorher, dem Terror und dem psychischen Druck durch die Eigentümerfirma Castella GmbH ausgesetzt. Auch deshalb werden wir bleiben und unser Haus gemeinsam verteidigen.

Da wir die Situation am Mittwoch nicht genau einschätzen können, würden wir uns freuen wenn viele Menschen schon untertags (oder auch gerne am Vortag – wir haben Platz!) vorbei kommen um uns zu unterstützen. Generell passiert sehr viel im und rund ums Haus. Viel Spass und viel Arbeit, die wir gerne teilen möchten, Infos wie ihr uns unterstützen könnt findet ihr auf unserem Blog oder direkt vor Ort. Jeden Sonntag finden ab 17h öffentliche Unterstützer_innen treffen statt.

Wir freuen uns über alle Soli-Aktionen an diesem Tag, in jeder Stadt und in jeder Art und Weise!

Demonstration | Mittwoch, 05.02.2014 | 16 Uhr | Pizzeria Anarchia

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PIZZA RESIST! PIZZA WILL STAY!

On February the 5th the ultimatum for an optional move out is running out. We will not leave! That’s why a demonstration is taking place on February 5th. At 4:00 pm we will meet up at the pizzeria. We will shed light on the background of our district and show examples along our demo route. As well, we will explain something about the methods of the real estate companies, city politics, and about the court.

We don’t focus only on the Pizzeria, because we are not the only ones who are affected by the politics of speculation and displacement. Therefore we see this house more as a possibility to show practical actions against the right of property. While homelessness is getting more criminalized, the rent is growing higher. People get forced to pay rent because they don’t have alternative options. Running fees cover maintenance, the rest is the profit of the real estate companies and houseowners. Living is a basic need and shouldn’t be a product.

Should the eviction be enforced, the remaining tenants will unprotected to the terror and mental pressure of the owner Castella Gmbh again. That’s also a reason why we will stay and defend our house together.

We cannot estimate the situation on Wednesday exactly, so we will be pleased if there are a lot of people join us also during the day (it is also possible to join the day before – we have enough space!) and support us. In general lots of things are happening in and around the house. Much fun and lots of work we want share with you. Information, how you can support us, you get at our blog or directly at the Pizzeria. Every Sunday a meeting for supporters is taking place at 5pm.

Every solidarity action is welcome on this day in every city and in every way!

Demonstration | Wednesday, 05.02.2014 | 4 pm | Pizzeria Anarchi

Also, auf nach Wien!!!

…weitere Infos findet ihr auf dem Blog der Pizzeria Anarchia

Prozesstermin

Es ist soweit. Am Montag findet die Verhandlung über unsere Räume statt. Und schon wurden unsere Freund_innen aktiv:
Quellen: de.indy, linksunten.indy

[B] Verhandlung gegen die mb

Am Montag, dem 27.01.2014, findet im um 10:00 Uhr am Landgericht Berlin im Tegeler Weg 17, 10589 Berlin im Altbau im Raum I/135 die Verhandlung um die Räume der ehemaligen KvU statt. In diesen Räumen führt zur Zeit der Verein „mobile Bausubstanz e.V.“ die Arbeit der KvU fort. Die KvU musste ausziehen, da der Eigentümer, die Immowert Immobilien AG aus Wien, den Gebäudekomplex in gehobene Wohnimmobilien, sprich Eigentumswohnungen, umbauen will.

Da Gewerbemietverträge in der Regel befristet sind, musste der Eigentümer der Immowert Immobilien AG, Michael F. Simoncic (MFS?!?), der KvU nicht einmal kündigen. Er ließ lediglich über die Hausverwaltung mitteilen, dass es keine Verlängerung des Mietverhältnisses geben wird. Verhandlungen mit dem Eigentümer kamen auf Grund seiner Verweigerungshaltung nicht zu Stande. So zog die KvU 2013 auf Druck der Justiz (MFS erhielt einen Räumungstitel) aus. Allerdings übernahmen ein paar renitente Pirat_innen von der mobilen Bausubstanz die Räume, kaperten alles, was sie fanden, und führten die Arbeit der KvU fort. Schließlich haben sie einen gültigen Untermietvertrag. Dies gefiel dem MFS überhaupt nicht. Und so folgte eine weitere Räumungsklage, diesmal gegen die mobile Bausubstanz.

In der Zwischenzeit suchte die KvU händeringend nach neuen Räumen. Zwei Jahre gingen ins Land, nun scheint es diese endlich zu geben. Nach einer Falschmeldung der zu Folge die KvU nach Moabit ziehen würde, und deren Korrektur (1, 2), zeichnen sich jetzt neue Räume in Pankow ab – nur die Zustimmung des Senats fehlt noch. Und es wäre nicht das erste Mal, dass die Existenz der KvU an der Politik scheitert. Zur Erinnerung, einst war das Kulturhaus Peter Edel in Weißensee im Gespräch. Dies wurde jedoch durch das Bezirksamt Weißensee abgelehnt, da es in diesem Kiez genug Jugendarbeit gäbe. Als ob es zuviel Angebote für junge Menschen geben könnte…

Eine „Rettung“ der KvU, wie die TAZ sie herbeischreibt sehen wir allerdings nicht. Zum Einen wird es, so die Nutzung der Räume stattfindet, erneut einen zeitlich begrenzten Vertrag geben. Es ist also unter Umständen nur eine befristete Lösung gefunden. Zum Anderen ist damit das Problem der Verdrängung nicht gelöst. So liegen die potentiellen neuen Räume außerhalb des S-Bahnringes, womit ein weiteres Projekt in Berlin aus der Stadtmitte verdrängt wurde.

Nun, zurück zur Verhandlung. Als die KvU den Senat um Hilfe bat, wurde ihr mitgeteilt, dass die Politik machtlos sei. Immerhin herrscht hier Kapitalismus und da darf schließlich jede_r mit ihrem/seinem Eigentum verfahren wie er/sie wolle. Das werden die Richter_innen am Landgericht Berlin wohl nicht anders sehen. Dennoch wollen wir den Prozess begleiten, um den Justizangestellten vor Augen zu führen, dass es hier um die Lebensgestaltung von Menschen geht, nicht lediglich um die Nutzung eines Gebäudes.

Daher rufen wir euch auf am Montag, dem 27.01.2013, nach Berlin-Charlottenburg zu kommen um mit uns bei dem Prozess anwesend zu sein. Das Landgericht befindet sich im Tegeler Weg 17 (S-Jungfernheide, U-Mierendorffplatz), der Prozess beginnt um 10 Uhr im Altbau im Raum I/135.

Leider kostet so ein Prozess eine Menge Geld. Solltet ihr ein paar Cent über haben würden wir uns über Unterstützung freuen. Hier die Daten für das Spendenkonto der KvU:

Inhaber: Verbund e.V.
Spendenkonto Nr.: 170 68 68
BLZ: 100 602 37
Institut: Evangelische Darlehensgenossenschaft Berlin
Verwendungszweck: Unterstützung KvU

Solidarität mit allen kämpfenden Menschen und Projekten!
Kein MFS wird uns klein kriegen!
Wir Bleiben ALLE!

weiterführende Infos:

Immowert vs. Mobile Bausubtanz

Auf Indymedia sind wir auf einen Aufruf der Freund_innen und Unterstützer_innen der Mobilen Baubstanz gestoßen:


Am Montag dem 27.01.14 ist es soweit. Das Verfahren gegen die Mobile Bausubstanz e.V., welche das Angebot der KvU in deren ehemaigen Räumen bisher aufrecht erhalten hat, wird eröffnet.
Nachdem zum 01.01.2013 die Mietverträge der KvU nicht verlängert wurden und der Eigenümer die Gewerberäume in „gehobene Wohnimmobilien im innerstädtischen Bereich“ umwandeln will, wird ein weiterer Freiraum in Berlin in absehbarer Zeit der Gentrifizierung zum Opfer fallen. Dem Eigentümer, Herrn Michael F. Simoncic, in seinen Büros in der Währinger Str. 47 in 1090 Wien ist das egal, ihn interessiert nur die Rendite.
Im Februar 2013 flatterte die Räumungsklage gegen die KvU in den Briefkasten. Vor dem Urteilsspruch verließ die KvU die Räume. Nicht ohne dem Eigentümer etwas zu hinterlassen,ihren Untermieter die „Mobile Bausubtanz e.V.,“die deren Arbeit bis heute fortsetzt.
Trotz aller Unterstützungsansagen seitens der Politik war ihr Engagement alles andere als berauschend. Es gab viele warme Worte und Grüße aber wirkiche Bemühungen und Ergebnisse waren eher spärlich gesät.
Daher rufen wir zur Prozessbeobachtung am 27.01.14 im Prozess „Immowert Arkonahöfe Berlin GmbH“ gegen den Verein „Mobile Bausubtanz e.V.“ auf. Der Termin ist am Montag dem 27.01.14 um 10:00 am Landgericht Berlin im Tegeler Weg 17, 10589 Berlin im Raum Altbau I/135.

WIR BLEIBEN ALLE!!!



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