Archiv für Mai 2013

Solierklärung aus der Brunnen 6/7

Heute erreichte uns folgende Solidaritätserklärung, über welche wir uns sehr gefreut haben.
VIELEN DANK!!! :-D

Jetzt oder gar nicht! KvU verteidigen!

Seit dem 1. Januar diesen Jahres hat sich die Situation für die
Nutzer_innen der Kirche von Unten (KvU) dramatisch zugespitzt.

Die KvU ist ein Projekt mit langer Geschichte in der undogmatischen linken
Opposition in der DDR, und ist seit Anfang der 90er Jahre eines der
wichtigen subkulturellen und politischen Projekte im Prenzlauer Berg.
In dem Gebäude in der Kremmener Straße 9-11 plant ein Investor aus
Wien Luxuswohnungen, obwohl es davon in Berlin, besonders in Mitte
schon mehr als genug gibt. Da bisher alle Vermittlungsversuche mit dem
Eigentümer gescheitert sind und sich die Politik hinaus nicht weiter
engagiert, ist jetzt Solidarität gefordert!

Anfang des Jahres hat sich die KvU geweigert, ihre Schlüssel zu
übergeben und muss sich seitdem mit einer Räumungsklage herumschlagen.
Jetzt hat ein zweiter Verein, der ebenfalls schon lange in den Räumen
aktiv ist, gemeutert und den Laden übernommen. Die Eigentümer konnten
das Haus nicht betreten, denn die Schlüssel passten nicht mehr. Um
eine Räumung der KvU zu verhindern und doch noch ein geeignetes
Ersatzobjekt zu finden braucht es politischen Druck!

Zudem: Die KvU ist nicht allein.
Auch das Hausprojekt in der Linienstraße 206 und die Kulturkneipe BAIZ sind aktuell bedroht.
Damit würden in Berlin-Mitte drei weitere Projekte verdrängt, die für uns
das Wohnen in diesem Kiez überhaupt noch lebenswert machen. Wir haben
schon lange genug von Luxussanierungen und Upper Class Shopping!

Deshalb fordern wir alle in dieser Stadt auf: Seid solidarisch!
Unterstützt diese Erklärung oder schreibt eigene! Macht Aktionen!
Kommt zu den Unterstützer_innentreffen! Jetzt!

Finger weg von der KvU!
Luxussanierung ist kein Spaß!
Macht kaputt, was euch kaputt macht!


Bewohner_innen des Hausprojektes Brunnenstraße 6/7

Weitere Unterzeichner dieser Solierklärung:
Bewohner_innen des Hausprojektes Kastanienallee 86

KvU unplugged

Während der Mai in den letzten Zügen liegt, füllt sich der Soliabend am 22. Juni in unserem und für unseren Lieblingsladen. Ein Zwischenstand:

Hasenscheiße, Grassholes, Isolation Berlin, Slime the Boogie, Thomas Papst, Dampf in allen Gassen, The Overall Brigade, Meas, Wundabunta Straßenpunk, Sahara B, Ahne, Geigerzähler

Das sieht doch schon mal aus wie ein spannendes Programm. Und das wird nicht alles sein. Es bleibt spannend!

…wer nun gar nicht weiß worum es hier eigentlich geht, der kann sich hier nochmal genauer informieren.

Auf jeden Fall ist es eine sehr schöne Idee und wir danken allen, die mitmachen schonmal im Vorraus! ;)

k.v.u.-aktion in der BVV-Mitte von Berlin

Gestern fand eine Soli-Aktion für das akut bedrohte Projekt Kirche von Unten (K.v.U.) statt. Das war gut, fast zumindest.

100 Kinderpunks treffen sich, stürmen die BVV-Mitte (Bezirksverordnetenversammlung), erklären den Laden zu ihrem neuem Jugendklub und haben irren Spass bei einem klasse Punkkonzert. So der Plan. Zu thematisieren wäre unter anderem gewesen, dass trotz zugesagter Unterstützung seitens der BVV seit 1 1/2 Jahren diese ausbleibt und der Senat der K.v.U. zusätzlich Steine in den Weg legt, in dem er ihre Sozialarbeiter mit Supervisionen zwangstherapiert und ähnliches tut, um ihre Zeit zu beanspruchen, die sie verwenden könnten um die anderen beim „Kampf ums Bleiben“ zu unterstützen.

Mit ca. 30 überwiegend dem Pickelalter entwachsenen Leuten zogen wir dann also richtung BVV. Beim Sturm auf den Sitzungsraum mussten wir dann feststellen, dass die Sitzung bereits beendet war. Nach ein wenig angerichteten Durcheinander im Saal hatten wir dann wenigstens noch unser Konzert vorm Gebäude.

So probten wir, Nutzer und Freunde der K.v.U. also den Aufstand und kündigen hiermit weitere Aktionen an. Wir entschuldigen uns nicht fürs zuspät kommen, wir können es uns leisten! Und: Wir sind nicht alle, es fehlen die, die Hausaufgaben machen müssen, die, die keine lust hatten und die, die von nichts wussten!

Unsere Symphatie und Unterstützung gilt allen, die auch Umziehen müssen, ohne es zu wollen!

Gefunden auf indymedia linksunten. Dort gibt es auch Fotos.

KvU – da war doch was?!?

*Breaking News*
Nachdem wir Räume, Blog, und Website der KvU gekapert haben, haben wir nun auch den Emailaccount unter unsere Kontrolle gebracht. War ja nicht schwer, bei all den Überläufern. Wir sind also über die bekannte Adresse zu erreichen (zu finden auf Website und Blog, Links oben im Artikel), als auch über unsere eigene. Diese befindet sich ab sofort auch auf dem Blog unter der Rubrik „Kontakte“.
Die Sozialarbeiter_innen der KvU, welche nun zu Straßensozialarbeit verdammt sind, werden auch weiterhin über die bekannte Adresse zu erreichen sein, da wir ihnen gegenüber keinen Groll hegen. Wir leiten alles weiter, auch dürfen sie über den Account schreiben. Da sind wir gar nicht so. ;)

Wir bleiben Alle!

*/Breaking News*

Die Vorgeschichte ist lang, hier nochmal in aller Kürze:

Am 01.01.2013 sollte die KvU ihre Räume in der Kremmener Straße verlassen, damit ein Wiener Investor den Gebäudekomplex in Luxuswohnungen umsanieren kann. Alle Gesprächsversuche scheiterten. Auch die Politik wollte bisher wohl nicht so richtig helfen. Also versuchte die KvU die Sache auszusitzen. Da es jetzt ernst wird, morgen soll eine erste Güteverhandlung stattfinden, übergab der Hauptmieter, der Verbund der sozialdiakonischen Kinder- und Jugendarbeit e. V., am Freitag, dem 10.05.2013, der Hausverwaltung Ernst G. Hachmann GmbH die Schlüssel für die Räume.

Und nun die aktuellen Ereignisse:

Heute versuchte die Hausverwaltung die Räume zu betreten. Leider passten die Schlüssel nicht zum Schloss, so dass sie unverrichteter Dinge wieder abziehen musste. Wir wollen kurz erklären, warum die Schlüssel nicht passen. Seit etwa Mitte 2010 nutzt ein weiterer Verein die Räume, veranstaltete Konzerte, VoKü, Theater und was es sonst alles in der KvU schönes gegeben hat. Um bei den Gästen nicht für Verwirrung zu sorgen, nutzte auch dieser Verein das Label „KvU“ für seine Veranstaltungen. Nachdem jetzt absehbar ist, dass eine Weiternutzung der Räume als KvU nicht mehr möglich sein wird, sind wir nahezu geschlossen auf die Seite des Vereins gewechselt. Soll heißen, wir haben die Räume gekapert. Wir haben die Website der KvU gekapert. Wir haben den Blog der KvU gekapert. Wenn wir noch etwas finden, was wir kapern können, werden wir auch das kapern.

Wir werden die Räume nicht verlassen. Jedenfalls solange nicht, bis wir einen passenden Ersatz gefunden haben. Bis dahin wird der gewohnte tägliche Ablauf nicht verändert. Es wird Konzerte geben, Vokü, Filme, und alles worauf wir gerade Lust haben. Es ist uns klar, dass wir die Räume nicht ewig werden behalten können. Wir sind nicht doof. Wo der Staat Bullen schickt um Menschen zu verprügeln, die um eine Zwangsgeräumte Frau trauern, machen wir uns keine Illusionen mehr. Aber wir können uns einfach nicht entschließen uns in alle Winde zu zerstreuen, wie es so vielen Projekten in Berlin erging. Wir fordern neue Räume, die unseren Bedürfnissen mindestens genauso gerecht werden, wie die, die wir uns gerade weigern zu verlassen.

Es wurde viel geschrieben, viel geredet, viel verhandelt. Wir sehen jetzt keine andere Möglichkeit mehr, als unser Schicksal mal wieder selbst in die Hand zu nehmen, um nicht zu Opfern der allgemeinen Verdrängungs- und Sparpolitik des Berliner Senats und des Finanzkapitals zu werden. Wir weisen die Berliner Bullen hiermit vorsorglich darauf hin, dass der Verein gültige Mietverträge besitzt. Nicht, dass ihr gleich wieder freudig die Rüstung anzieht. So leicht ist es nicht.

Solidarität mit der BAIZ, der Linie 206, dem Rummelplatz, dem Köpi-Wagenplatz, der Praxis C9 (Dresden), dem AZ Köln,
der Pizzeria Anarchia (Wien), der PAH (Spanien), den Besetzer_innen in Hamburg, Freiburg-Littenweiler und allen anderen von Zwangsräumung bedrohten Menschen und Projekten hier und überall!

Einen guten Artikel zum Thema mit vielen Links findet ihr hier. Es gibt viel zu tun.

Wir Bleiben Alle!

Fanaktion bei TeBe

Bei dem Fußballspiel Tennis Borussia Berlin gegen SV Tasmania Berlin gab es eine Aktion einiger Fans um auf die Situation der Linie 206, dem BAIZ und der KvU aufmerksam zu machen. Wir bedanken uns bei den engagierten Fans und dem Fotograf. Mehr davon! Danke!


Die Fotos sind aus dieser Gallerie