Archiv der Kategorie 'Vermieterstress'

KvU in Gefahr IV


Nur mal zur Info zwischendurch die neueste Entwicklung: Wir haben wieder Post bekommen.

„… wir dürfen ihnen mitteilen, dass die neuen Eigentümer keine weitere Vermietung nach dem 01.01.2013 wünschen. Insofern bedauern wir ihnen mitteilen zu müssen, dass es hier zu keiner Vertragsverlängerung kommen wird.

Mit freundlichen Grüßen
Ernst G. Hachmann GmbH

Tja, was soll man dazu sagen, die wollen uns rauswerfen. Das wir nicht total wehrlos sind, ist klar. Schließlich haben wir schon so einiges überstanden im Laufe der Jahre. Das nächste Jahr wird spannend!

Im übrigen sei angemerkt, dass wir um einen Direktkontakt zur Eigentümerin gebeten haben um verhandeln zu können. Dass darauf nicht eingegangen wird zeigt einmal mehr die Ignoranz, welche Immobilienbesitzer und ihre Verwalter gegenüber ihren Mietern an den Tag legen. Aber das ist uns nicht neu, wir haben damit gerechnet.

Falls sich jemand für unsere Eigentümerin interessiert, sie wurde hier auf dem Blog bereits vorgestellt. Zu dem entsprechend Artikel kommt ihr hier

KvU in Gefahr III – Gerüchteküche…

Es gibt wieder Neuigkeiten. Anscheinend sollen die Arkonahöfe doch nicht am 01.01.2013 entmietet sein.
Dem Vernehmen nach gibt es mindestens eine_n Mieter_in, dessen Vertrag bis 2014 läuft. Angeblich sogar noch Einige mehr.
Da stellt sich die Frage, ob denjenigen lediglich noch nicht gekündigt wurde, oder ob eine vollständige Entmietung gar nicht das Ziel ist.
Sollte Letzteres der Fall sein, geht die Fragerei weiter. Warum sollen Einige gehen? Zahlen sie nicht genug Miete? Erhofft man sich bei Neuvermietung eine höhere Miete? Oder will man einfach nur ein paar unliebsame Zeitgenoss_innen loswerden? Und warum ist eine Umnutzung in Wohnraum angefragt? Soll nur eine teilweise Umnutzung stattfinden?
Und wieder steht am Ende viel Raum für Spekulationen. Wir haben jedenfalls lange nichts von unserer Verwaltung gehört, und werden mal nachhaken, wo die Antwort auf unseren letzten Brief bleibt.
Es bleibt spannend…

KvU in Gefahr II…

Es ist soweit! Endlich haben wir den langersehnten Brief vom Vermieter erhalten, dass wir verkauft wurden:

…wir möchten sie darüber informieren, dass das oben genannte Objekt mit Wirkung zum 01.10.2001 an die Immowert – Immobilieninvest in Deutschland AG verkauft wurde. Die neuen Eigentümer haben uns weiterhin mit der Verwaltung des Objektes beauftragt.

Folgende Sachbearbeiter bleiben somit für sie zuständig:

Allg. Grundstücksverwaltung: Büro Berlin Frau XXXXX
Mietenbuchhaltung: Büro Berlin Frau XXXXX

Die Bankverbindung hat sich jedoch geändert.

Wir bitten Sie, Ihre Miete mit Angabe Ihrer neuen oben angegebenen Mieternummer ab dem 01.11.2011 auf nachfolgende benanntes Konto in Österreich zu überweisen (Auslandsüberweisung).

Kontoinhaber: Immowert Arkonahöfe Berlin GmbH

[Hier folgen jetzt Ausführungen zu den Zahlungsmodalitäten, nichts Interessantes, daher wird der Rest weggelassen.]

Für Rückfragen stehen wir ihnen gern unter oben stehender Telefonnummer zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
XXXXX

Soso. Unsere Miete geht also in Zukunft nach Österreich. Nun, dass sieht genau nach dem vermuteten Finanzmarktkapitalismus aus. Interessant hierbei ist, dass die Immowert – Immobilieninvest in Deutschland AG anscheinend extra eine Immowert Arkonahöfe BerlinGmbH gegründet hat. Wieder ist ein Anlass für Spekulationen, was da wohl dahinter stecken könnte gegeben. Es gibt noch mindestens zwei weitere solche GmbHs in Berlin (1/2). Wir werden diese Objekte mal besichtigen, und weitere Nachforschungen anstellen.

Parallel versuchen wir mit unserem neuen Eigentümern in Verbindung zu treten, glauben allerdings nicht wirklich daran, dass ein solcher Konzern sich zu uns herablässt. Wir werden es dennoch versuchen und euch auf dem laufenden halten.

Nur so viel sei noch gesagt: Wir richten uns in hitzigen und interessanten Debatten auf einen Plan B ein.

Fortsetzung folgt…

Radiointerview auf Radio Obskura

Steht die KvU vor dem aus?

Der Heimat der Ostberliner Punks, der KvU – Kirche von Unten, sind die Mietverträge zum Ende nächsten Jahres gekündigt worden. Jetzt sollen dort aber teure Mietswohnungen in der Mitte von Berlin entstehen. Ein Gespräch mit Franzi und Elias.


>>>Hier geht’s zum Interview!< <<


>>Alternativlink< <

KvU in Gefahr…

Tja, wie der Titel schon sagt, haben wir einigen Stress mit dem Vermieter.
Alles begann damit, dass wir kurz vor der Sommerpause 2011 unseren Vermieter um eine Verlängerung unseres Mietvertrages baten.
Der Derzeitige endet am 31.12.2012. Da wir in den Sommerpausen Umbauarbeiten vornehmen, die eventuell kostenintensiv sind, wollten wir auf Nummer sicher gehen. Wir baten also um eine Bestätigung, dass der Vertrag über dieses Datum hinaus verlängert wird.
Nun, wir bekamen folgende Antwort:

„…bezüglich ihrer Anfrage vom *** müssen wir ihnen leider mitteilen, dass ihr Mietvertrag zum 31.12.2011 endet.

Einer Verlängerung darüber hinaus kann aufgrund einer geplanten Sanierung des Objektes NICHT zugestimmt werden.

Mit freundlichen Grüßen
XXXXX…“

(Großschreibungen und Unterstreichungen sind so im Original.)

Das traf uns erstmal volle Breitseite. Naja, nicht ganz. Gerade wurde ja der Marthashof in unmittelbarer Nähe zum Bezug freigegeben. Und um uns rum sind ja schon lange die meisten Eigentümer ihrer vier Wände.
Na gut, wir wollten uns damit jedenfalls so nicht zufrieden geben und setzten ein Antwortschreiben auf.
Wir wiesen darauf hin, dass uns eine Sanierung aufgrund unserer Öffnungszeiten nicht wirklich stört, und wir, um die Kontinuität unserer Arbeit nicht zu gefährden, weiterhin an einer Verlängerung interessiert sind.

Hier die Antwort:

„…da uns die genauen Maßnahmen der bevorstehenden Sanierung des o.g. Objektes noch nicht vorliegen, unser Eigentümer eine Nutzungsänderung in Wohnungen angefragt hat, können wir derzeit einer Verlängerung des Mietverhältnisses über den 31.12.2012 nicht zustimmen.

Gerne können wir sie über etwaige Änderungen in der Planung informieren, gehen jedoch nicht davon aus, dass es seitens des Eigentümers zeitliche und planungstechnische Veränderungen geben wird.

Einer Verlängerung über den 31.12.2012 hinaus kann daher NICHT zugestimmt werden.

Mit freundlichen Grüßen
XXXXX…“

(Großschreibungen und Unterstreichungen sind so im Original.)

Aha. Eine Nutzungsänderung in Wohnraum. Ein Schelm, wer böses denkt. Sollte der Finanzmarktkapitalismus endlich auch uns aus dieser Gegend verdrängen? Zeit wird’s…
Allerdings klang uns der Brief noch sehr schwammig, bezüglich „etwaige(r) Änderungen in der Planung“.
Außerdem viel uns auf, dass sich in diesem Zeitraum häufig gar lustige Leute auf dem Hof aufhielten, die, nach eigener Auskunft, an einem Kauf unserer schönen Arkonahöfe interessiert waren. Es schien also Ausschreibungen zum Verkauf des Geländes zu geben. Laut unserer Verwaltung wollte aber der DERZEITIGE Eigentümer eine Nutzungsänderung in Wohnraum.
Passt alles nicht so richtig zusammen und lässt viel Raum für die wildesten Spekulationen.
Wir baten daher die Verwaltung, uns die Adresse des derzeitigen Eigentümers mitzuteilen, damit wir mit diesem über die Situation sprechen können.

Die Antwort fiel wie erwartet aus:

„…wie Ihnen bereits mitgeteilt, liegen uns die genauen Maßnahmen der bevorstehenden Sanierung des o.g. Objektes noch nicht vor. Ein Kaufvertrag für das Objekt wurde bereits geschlossen,. Derzeit wird der Kaufpreis bereitgestellt und hinterlegt. Nach Hinterlegung des Kaufpreises ist der Eigentumsübergang des Objektes beschlossen. Hierzu werden alle Mieter mit einem entsprechenden Schreiben informiert.
Da es bestehende Verwalterverträge gibt, und wir die Interessen unserer Eigentümer wahren, bitten wir um Verständnis, dass unsererseits keine Adressen unserer Eigentümer herausgegeben werden. Entsprechende Anfragen richten sie bitte an uns. Wie ihnen jedoch mitgeteilt, liegen uns derzeit keine genauen Pläne zur Sanierung des Objektes vor.

Mit freundlichen Grüßen
XXXXX…“

Tja…, also der Eigentümer will Sanieren und eine Nutzungsänderung in Wohnraum, hat das Objekt aber gerade verkauft.
Damit ist wohl völlig klar, was hier läuft.
Vorläufig ist dies das Ende dieses Investorenkrimis. Allerding war dies nur Teil 1 der Geschichte. Sobald es eine Fortsetzung gibt, könnt ihr die hier lesen.