Archiv der Kategorie 'Vermieterstress'

Prozesstermin

Es ist soweit. Am Montag findet die Verhandlung über unsere Räume statt. Und schon wurden unsere Freund_innen aktiv:
Quellen: de.indy, linksunten.indy

[B] Verhandlung gegen die mb

Am Montag, dem 27.01.2014, findet im um 10:00 Uhr am Landgericht Berlin im Tegeler Weg 17, 10589 Berlin im Altbau im Raum I/135 die Verhandlung um die Räume der ehemaligen KvU statt. In diesen Räumen führt zur Zeit der Verein „mobile Bausubstanz e.V.“ die Arbeit der KvU fort. Die KvU musste ausziehen, da der Eigentümer, die Immowert Immobilien AG aus Wien, den Gebäudekomplex in gehobene Wohnimmobilien, sprich Eigentumswohnungen, umbauen will.

Da Gewerbemietverträge in der Regel befristet sind, musste der Eigentümer der Immowert Immobilien AG, Michael F. Simoncic (MFS?!?), der KvU nicht einmal kündigen. Er ließ lediglich über die Hausverwaltung mitteilen, dass es keine Verlängerung des Mietverhältnisses geben wird. Verhandlungen mit dem Eigentümer kamen auf Grund seiner Verweigerungshaltung nicht zu Stande. So zog die KvU 2013 auf Druck der Justiz (MFS erhielt einen Räumungstitel) aus. Allerdings übernahmen ein paar renitente Pirat_innen von der mobilen Bausubstanz die Räume, kaperten alles, was sie fanden, und führten die Arbeit der KvU fort. Schließlich haben sie einen gültigen Untermietvertrag. Dies gefiel dem MFS überhaupt nicht. Und so folgte eine weitere Räumungsklage, diesmal gegen die mobile Bausubstanz.

In der Zwischenzeit suchte die KvU händeringend nach neuen Räumen. Zwei Jahre gingen ins Land, nun scheint es diese endlich zu geben. Nach einer Falschmeldung der zu Folge die KvU nach Moabit ziehen würde, und deren Korrektur (1, 2), zeichnen sich jetzt neue Räume in Pankow ab – nur die Zustimmung des Senats fehlt noch. Und es wäre nicht das erste Mal, dass die Existenz der KvU an der Politik scheitert. Zur Erinnerung, einst war das Kulturhaus Peter Edel in Weißensee im Gespräch. Dies wurde jedoch durch das Bezirksamt Weißensee abgelehnt, da es in diesem Kiez genug Jugendarbeit gäbe. Als ob es zuviel Angebote für junge Menschen geben könnte…

Eine „Rettung“ der KvU, wie die TAZ sie herbeischreibt sehen wir allerdings nicht. Zum Einen wird es, so die Nutzung der Räume stattfindet, erneut einen zeitlich begrenzten Vertrag geben. Es ist also unter Umständen nur eine befristete Lösung gefunden. Zum Anderen ist damit das Problem der Verdrängung nicht gelöst. So liegen die potentiellen neuen Räume außerhalb des S-Bahnringes, womit ein weiteres Projekt in Berlin aus der Stadtmitte verdrängt wurde.

Nun, zurück zur Verhandlung. Als die KvU den Senat um Hilfe bat, wurde ihr mitgeteilt, dass die Politik machtlos sei. Immerhin herrscht hier Kapitalismus und da darf schließlich jede_r mit ihrem/seinem Eigentum verfahren wie er/sie wolle. Das werden die Richter_innen am Landgericht Berlin wohl nicht anders sehen. Dennoch wollen wir den Prozess begleiten, um den Justizangestellten vor Augen zu führen, dass es hier um die Lebensgestaltung von Menschen geht, nicht lediglich um die Nutzung eines Gebäudes.

Daher rufen wir euch auf am Montag, dem 27.01.2013, nach Berlin-Charlottenburg zu kommen um mit uns bei dem Prozess anwesend zu sein. Das Landgericht befindet sich im Tegeler Weg 17 (S-Jungfernheide, U-Mierendorffplatz), der Prozess beginnt um 10 Uhr im Altbau im Raum I/135.

Leider kostet so ein Prozess eine Menge Geld. Solltet ihr ein paar Cent über haben würden wir uns über Unterstützung freuen. Hier die Daten für das Spendenkonto der KvU:

Inhaber: Verbund e.V.
Spendenkonto Nr.: 170 68 68
BLZ: 100 602 37
Institut: Evangelische Darlehensgenossenschaft Berlin
Verwendungszweck: Unterstützung KvU

Solidarität mit allen kämpfenden Menschen und Projekten!
Kein MFS wird uns klein kriegen!
Wir Bleiben ALLE!

weiterführende Infos:

Immowert vs. Mobile Bausubtanz

Auf Indymedia sind wir auf einen Aufruf der Freund_innen und Unterstützer_innen der Mobilen Baubstanz gestoßen:


Am Montag dem 27.01.14 ist es soweit. Das Verfahren gegen die Mobile Bausubstanz e.V., welche das Angebot der KvU in deren ehemaigen Räumen bisher aufrecht erhalten hat, wird eröffnet.
Nachdem zum 01.01.2013 die Mietverträge der KvU nicht verlängert wurden und der Eigenümer die Gewerberäume in „gehobene Wohnimmobilien im innerstädtischen Bereich“ umwandeln will, wird ein weiterer Freiraum in Berlin in absehbarer Zeit der Gentrifizierung zum Opfer fallen. Dem Eigentümer, Herrn Michael F. Simoncic, in seinen Büros in der Währinger Str. 47 in 1090 Wien ist das egal, ihn interessiert nur die Rendite.
Im Februar 2013 flatterte die Räumungsklage gegen die KvU in den Briefkasten. Vor dem Urteilsspruch verließ die KvU die Räume. Nicht ohne dem Eigentümer etwas zu hinterlassen,ihren Untermieter die „Mobile Bausubtanz e.V.,“die deren Arbeit bis heute fortsetzt.
Trotz aller Unterstützungsansagen seitens der Politik war ihr Engagement alles andere als berauschend. Es gab viele warme Worte und Grüße aber wirkiche Bemühungen und Ergebnisse waren eher spärlich gesät.
Daher rufen wir zur Prozessbeobachtung am 27.01.14 im Prozess „Immowert Arkonahöfe Berlin GmbH“ gegen den Verein „Mobile Bausubtanz e.V.“ auf. Der Termin ist am Montag dem 27.01.14 um 10:00 am Landgericht Berlin im Tegeler Weg 17, 10589 Berlin im Raum Altbau I/135.

WIR BLEIBEN ALLE!!!

Falschmeldung bei Tagesspiegel und rbb

Der Tagesspiegel und der rbb meldeten am 29.12.2013 über die KvU:

„Das Projekt wird Anfang des nächsten Jahres in das Gemeindehaus der Reformationskirche Wiclefstraße/Ecke Beusselstraße ziehen“, teilte die Bildungsverwaltung auf Anfrage mit. Staatssekretärin Sigrid Klebba und die Jugendlichen selbst hätten die Lösung gefunden.
(Tagesspiegel / rbb)

Dies stimmt so nicht. Erstens haben wir mit Hilfe des Senats keine Lösung gefunden, im Gegenteil, bisher erschwert uns der Senat die Suche nach neuen Räumen immer wieder. Zweitens kam ein Mietvertrag mit der Reformationsgemeinde nicht zu Stande. Anscheinend ist Frau Klebba da nicht auf dem aktuellen Stand. Bezeichnend, dass sie sich mit einer Lösung schmückt, die es nicht gibt. Danke, Politiker_innen.

Solikundgebung und Konzert


Es ist Zeit zu handeln! Finger weg von der KvU!

Die Situation der KvU (Kirche von Unten) wird nicht besser. Noch kann der Jugendtreff in der Kremmener Straße seine Türen für alle Interessierten öffnen. Doch der Räumungstitel für eines der ältesten Projekte in Mitte ist da. Das heißt Mitmachende, Freund_innen, Nutzer_innen, Sympathisant_innen, Alte, Junge, Punks und Spießer müssen voller Wut und Trauer auf den Gerichtsvollzieher warten. Einer politischen Lösung haben sich die Verantwortlichen aus Senat und Bezirk verweigert.

Wir, die Freund_innen und Nachbar_innen, wollen mit unserer Wut und Trauer in die Öffentlichkeit gehen. Wir werden an der Zionskirche, wo die KvU entstand, einen Aufruf zusammen mit alten und neuen Gefährt_innen des subkulturellen Projekts für den Erhalt
in die Welt schreien. Nicht nur die KVU ist bedroht, auch das Hausprojekt in der Linienstraße 206 und die Kulturkneipe BAIZ.

Für uns in Berlin-Mitte sind das Projekte, die das Wohnen in diesem Kiez überhaupt noch lebenswert machen.

Wir haben schon lange genug von Luxussanierungen und Upper Class Shopping!

Luxussanierung ist kein Spaß!
Macht kaputt, was euch kaputt macht!

Kommt zur Kundgebung am 13.07.2013
Zionskirchplatz, Berlin-Mitte
von 17 – 22 Uhr

Es spielen Hasenscheiße (kurzweilig), The Lennons (Punk) und The Neofarius (Klezmer).

UPDATE:

Hasenscheisse hat kurzfristig abgesagt, Stattdessen spielen Isolation Berlin

http://kvu.blogsport.de
http://linie206.blogsport.de
http://baiz.krassnix.de

Kundgebung zum Erhalt der KvU

Am 29.06.2013 um 15:00 Uhr findet, in der Kremmener Straße 9-11 (Nähe Mauerpark) / Berlin-Mitte, eine Kundgebung für den Erhalt der KvU statt. Danach gibt es ein Umsonst-Konzert im Keller. Es wird hoffentlich nicht das letzte sein. Wir würden uns freuen, wenn all jene, welche nicht auf die Fusion fahren an unserer Kundgebung teilnehmen, um sich zu solidarisieren und ihre Unterstützung zu zeigen.

Live on Stage:

  • vor allem viele Projekte und Inis mit Redebeiträgen
  • Lena Stoehrfaktor
  • Yok
  • Die Dorks
  • Piratenpapst
  • Krückenkrieger
  • Syntax Error
  • Egal
  • Tilidin

Aufruf:

1988 erkämpfte eine Gruppe junger Menschen in der DDR eigene Räume um ihre Vorstellungen vom Miteinander zu verwirklichen. Zunächst befanden sich diese Räume in kirchlichem Eigentum. Somit war der Name Kirche von Unten, kurz KvU, schnell etabliert. 1992 erfolgte der Umzug in die Arkonahöfe in der Kremmener Straße 9-11, wo sich die KvU bis heute befindet. Seit 2011 wußte die KvU, dass ihr Mietverhältnis zum 01.01.2013 enden wird. Sie bemühte sich mit dem Eigentümer in Kontakt zu treten, was jedoch durch die Hausverwaltung, der Ernst G. Hachman GmbH, Sitz in der Westfälischen Straße in Berlin, nahezu unmöglich gemacht wurde. Nachdem es endlich gelang, mit der Eigentümerin, der Immowert Immobilien AG in Wien, in Kontakt zu treten, hüllte diese sich in Schweigen. Weder mit der KvU, noch deren Anwalt oder dem Berliner Senat wollte Michael F. Simoncic (MFS!) reden.

Der Senat selbst zuckte mit den Schultern, und erklärte, dass im Kapitalismus nun mal jede_r mit ihrem/seinem Eigentum verfahren könne, wie sie/er es für richtig hält. Da könne die Politik nicht viel machen. Nicht viel bedeutet in diesem Falle gar nichts. Zwar beschlossen verschiedene Bezirksverordnetenversammlungen, dass die KvU unterstützenswert wäre, das war dann aber auch schon alles an Unterstützung.

Die KvU nutzte die Räume weiterhin, bis es zu einem Gerichtsverfahren gegen den Verbund e.V., dem Hauptmieter der Räumlichkeiten, kam. Kurz vor dem Gerichtstermin gab dieser die Schlüssel an die Hausverwaltung ab. Da wir jedoch inzwischen mit unserem Verein Mobile Bausubstanz die Räume nutzen, konnten die Verwalter die Räume nicht betreten. Daher bestanden sie auf dem Verfahren. Im Verfahren erhielt die Verwaltung den ersehnten Räumungstitel. Dummerweise gegen den Verbund e.V.. Da dieser die Räume nicht mehr nutzt, dürfte sich die Freude in Grenzen halten. Was genau das für uns bedeutet ist etwas unklar. Auf jeden Fall sind wir akut räumungsbedroht. Was uns aber nicht davon abhält, unseren gewohnten Betrieb unter altem Namen aufrecht zu erhalten.

Da in Berlin, wie fast überall sonst auch, der Trend zum Luxuswohnen vorherrscht, ist es der KvU bisher nicht gelungen neue Räumlichkeiten zu finden. Ob dies auf Grund der herrschenden Verhältnisse überhaupt möglich ist, darf bezweifelt werden. Überall werden Menschen zwangssaniert und zwangsgeräumt. Inzwischen sogar mit tödlichen Folgen. Wir werden dies nicht weiter akzeptieren und uns eindeutig gegen eine derartige Politik positionieren. Schickt eure Polizei, wir werden da sein! Lasst uns von euren Bütteln Zusammenschlagen, wie es die Herrschenden seit Anbeginn der Entdeckung von Privilegien tun! Rettet euer Eigentum vor uns! Aber bedenkt Eines: wir werden unsere Räume nicht freiwillig verlassen!

Kommt daher zur Kundgebung am 29.06. um 15 Uhr in die Kremmener Straße und zeigt, dass auch ihr keine Räumungen wollt!
Weder der KvU, noch der Linienstraße, der Köpi, den Refugee-Camps, dem AZ in Köln, der Pizzeria Anarchia (Wien) oder von sonstwem!
Keine Räumung, nirgendwo! Wir bleiben Alle!


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Außerdem erreichte uns folgender Hilferuf der KvU:

An alle Aktivist_innen und Unterstützer_innen der KvU!
Wie ihr bereits mitbekommen habt, hat die Ernst Hachmann GmbH, sesshaft in der Westfählischen Straße 37-41 in 10711 Berlin, die Nutzungsmietverträge des Jugendclubs KvU, die zum 31.12.2012 ausgelaufen sind, nicht verlängert. Seit wir dies wissen, sind wir wie wild dabei ein gleichwertiges Ersatzobjekt zu finden.
Viele von uns haben jedoch ihre Freizeit und Kreativität, Kraft und Elan in die, nun bereits seit 22 Jahren genutzen Räume, gesteckt und wollen diese nicht einfach so hergeben. Im Januar 2013 klagte die Ernst G. Hachmann GmbH gegen die KvU, vertreten durch den VerBund e.V., und gewann das Verfahren am 15.5.2013. Die Hoffnung in der Zwischenzeit neue Räume zu finden, wurde leider nicht erfüllt. Das Verfahren führte dazu, dass es nun einen Gerichtsbeschluss gibt, der besagt, dass die KvU, die Räume zu verlassen hat.
Die KvU räumte also die Räume. Der Verein Mobile Bausubstanz e.V., der auch unter dem Namen KvU auftritt ist dieser Forderung bis zum heutigen Tag jedoch noch nicht nachgekommen. Im gleichen Zug sind für die KvU imense Kosten entstanden. Diese schlagen mit etwa 3100 Euro zu Buche. Da wir nicht vorhaben diese Kosten durch erhöhte Getränke- und VoKüpreise zu kompensieren, bitten wir alle Aktivist_innen und Unterstützer_innen uns finanzielle Hilfe zukommen zu lassen. Es ist möglich, eine Spendenquittung zu bekommen. Fragt einfach!

Inhaber: Verbund e.V.
Spendenkonto Nr.: 170 68 68
BLZ: 100 602 37
Institut: Evangelische Darlehensgenossenschaft Berlin
Verwendungszweck: Unterstützung KvU

Wir bleiben, Alle!
Eure KvU Kollektivist_innen
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Dem haben wir nichts mehr hinzuzufügen, außer, dass auch wir die KvU so weit wir können unterstützen.
Unsere Solidarität gilt allen kämpfenden Projekten , Personenzusammenhängen und Einzelpersonen weltweit!

Unterstützer_innen der KvU in Zusammenarbeit mit der Mobilen Bausubstanz

weiterführende Infos: